Allgäu-Kalk
Der Allgäu-Kalk stammt aus den Tiefen eines Ozeans und entstand vor 150 Millionen Jahren.
Zwischen Europa und Afrika hat sich damals eine Art Urmittelmeer geöffnet – der Tethysozean.
Es gibt hellere und dunklere Schichten?
Die hellen sind kalkreiche Schichten. Sie sind durch die Ablagerung von Kalk (Schalen von toten Muscheln, Ammoniten, Schnecken) entstanden – in ruhigen Phasen und über längere Zeit.
Die dunkeln, tonreichen Schichten hingegen sind innerhalb von wenigen Stunden entstanden. An den teilweise instabilen Abhängen des Tethysozeans haben gelegentlich Rutschungen stattgefunden und Material in die Tiefe gerissen. Viel Schlamm wurde dabei aufgewirbelt und hat sich später am Meeresgrund in einer neuen Schicht abgelagert.
Diese tonhaltigen Kalke dominieren die Hänge in der Val Trupchun. Tonreiche Gesteine sorgen für fruchtbare Böden und eine üppigere Vegetation. Sie sind mit ein Grund für die hohe Zahl an Hirschen und Steinböcken in der Val Trupchun.
Foto eines Ammoniten-Modells im Fossilienmuseum des Monte San Giorgio in Meride (TI)